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Aktion gegen Fernstraßenbau

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52.545 km sind genug - Kein weiterer Fernstraßenneubau in Deutschland

Aktion des Netzwerkes Solidarische Mobilität vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

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Die heutige Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über einen Bauabschnitt der Autobahn 44 nutzte das Netzwerk „Solidarische Mobilität“ für eine Aktion: AktivistInnen verschiedener Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland gegen Fernstraßenbau demonstrierten am Vormittag mit Transparenten vor dem Gericht für den Stopp weiterer Fernstraßenprojekte in Deutschland. Zu lesen war beispielsweise „Zukunftsplan statt Autobahn“ und „52.545 km sind genug - Kein weiterer Fernstraßenneubau“.

Deutschland hat mit rund 52.500 Kilometer Fernstraßen - davon 12.845 Kilometer Autobahnen - eines der dichtesten Netze weltweit. 94 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen erreichen die nächste Auffahrt innerhalb einer halben Autostunde, so eine aktuelle Studie aus dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Dennoch werden auch im Bundesverkehrswegeplan 2015, der zur Zeit aufgestellt wird, wieder unzählige überflüssige Autobahn-Projekte stehen. Darunter auch die trotz rückläufigen Verkehrs vorangetriebene A44 von Kassel nach Eisenach, für die wertvolle Naturschutzgebiete zerstört werden sollen. u.a. das Streifgebiet von Wildkatze und Luchs.

Aktion "Bürgerbeteiligung á la Ramsauer"

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Die öffentliche Vorstellung seines „Handbuchs für eine gute Bürgerbeteiligung“ an großenaktionhandbuchbrgerbeteiligung-1
Verkehrsprojekten nutzte das „Netzwerk Solidarische Mobilität“ für eine Aktion: Weil das
Handbuch gar nichts an der Planungspraxis ändere, demonstrierten AktivistInnen heute
Vormittag vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin, wie die Straßenbaubürokraten alle
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sei eine Pseudobeteiligung, eine Farce.